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COBI: 1939 Mercedes G4 wird nicht veröffentlicht

Wie heute auf der offiziellen COBI-Instagram Seite zu lesen war und ebenfalls im offiziellen YouTube-Kanal verkündet wurde, wird der 1939 Mercedes G4 nicht mehr verkauft. Weitere Sets, die mit Nazideutschland assoziiert sind, könnten ebenfalls vom Verkauf zurückgezogen werden.

COBI-Sets 2408 und 2409 zurückgezogen

Das Set 2409 aus der Historical World War 2 Collection enthält 280 Teile sowie eine Minifigur. Bei einigen Onlineshops ist das Modell noch gelistet, andere haben es bereits entfernt.

Der 1939 Mercedes G4 sollte als 2408 auch als limitierte Ausgabe mit zwei Minifiguren erscheinen. Kritisch dürfte vor allem die Minifigur des Abwehroffiziers Friedrich Wilhelm Paulus sein. Paulus war der Feldmarschall, der die 6. Armee der Wehrmacht angeführt hat. Auch dieses Set wird nun nicht mehr erhältlich sein.

Weitere COBI-Sets nicht mehr erhältlich?

Im Februar hatte der Vorverkauf für ein weiteres Set aus derselben Reihe begonnen, der 1938er Mercedes 770 sollte in einer regulären (2407) sowie einer limitierten Ausgabe (2406) im April erscheinen. Auch hier sollte die limitierte Version zwei Minifiguren enthalten, ebenfalls charakteristisch für die limitierte Ausgabe: rot-schwarze Flaggen mit Eisernem Kreuz.

Besonders dieses Automodell ist historisch eindeutig Adolf Hitler zuzuordnen, umgangssprachlich wird der G4 auch als „Hitler-Benz“ bezeichnet. Das eigens für das Dritte Reich entwickelte Automodell wurde zum Liebling Adolf Hitlers, der es als Präsentations- und Paradewagen nutzte. Heute existieren nur noch drei Exemplare des Autos, eines davon ist Bestandteil der Automobilsammlung der spanischen Königsfamilie. Wer das Set bei COBI ordern möchte, landet aktuell auf einer 404-Fehlerseite. Vermutlich wird auch dieses COBI-Set nicht mehr verkauft werden.

Kontroverse COBI: Nicht das erste Mal

Es ist nicht das erste Mal, das COBI-Modelle Kontroversen auslösen. 2014 hatte die Washington Post berichtet, dass ein schwedisches Kaufhaus aufgrund von Beschwerden mehrerer Eltern einige Sets entfernen musste. Zu dieser Zeit hatte COBI Firmengründer und CEO Robert Podles den Vorfall bei der russischen Nachrichtenagentur Ruptly folgendermaßen kommentiert:

We do not show only Nazi German, or fascist objects, or the vehicles of the Nazi German army, but also in our sets we have Soviet, American, and British marked toys,”We believe that through good fun we can teach history and we will continue this line in the future.”

Mittlerweile hat Podles eine erneute Pressemitteilung veröffentlicht und sich entschuldigt. Diese ist beim etablierten Händermagazin The Toy Book nachzulesen. Demnach wird es in Zukunft keine derartigen Sets mehr geben, die etwa Fahrzeuge oder prominente Persönlichkeiten Nazideutschlands darstellen.

Bild: COBI/Instagram

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